Das Projekt des Fachbereichs Ingenieur- wissenschaften und Mathematik an der Fachhochschule Bielefeld
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15.10.2014

Spannende Zusammenarbeit mit der RWTH-Aachen

Es war ein Glücksfall: Ausgerechnet auf der Eröffnungsfeier der Leonardo-Ausstellung des LWL Witten/Hattingen begegneten sich Prof. Dr. Horst Langer und die Mitarbeiter des historischen Instituts der RWTH Aachen zum ersten Mal.

Dort hielten die Aachener Historiker Prof. em. Dietrich Lohrmann, Thomas Kreft und Ulrich Alertz einen Fachvortrag über eine Uhr Leonardos, denn sie realisieren eine Rekonstruktion der Uhr mit einem CAD-System.

Leonardo hat bekanntlich meist Ideenskizzen hinterlassen, die der Vervollständigung bedürfen. So auch hier bei dieser angedeuteten, unvollständigen Uhr. Die drei Historiker hatten durch systematische Recherche im Codex Madrid die mechanischen Komponenten gefunden, die den Uhrenrohling vollständig ergänzen konnten, um so ein funktionsfähiges CAD-Modell zu generieren.

Als erfahrener Konstrukteur konnte Prof. Langer bei der Definition, beim Verständnis und der Beschreibung von zahlreichen zweifelhaften Skizzenteilen behilflich sein und die Arbeit der Historiker absichern helfen.

Prof. Lohrmann hatte mit seiner Mannschaft ein paar Jahre vorher schon einen sensationellen Erfolg zu verbuchen: Sie hatten in den Vatikan-Bibliotheken vergessene Schriften von dem Deutschen, aus Werden an der Ruhr stammenden, Konrad Gruter (1393 – 1424) gefunden und kommentiert herausgegeben. Die Schriften galten als das »älteste Mechanik-Traktat Westeuropas«. Sie entstanden im Auftrag von Erik VII. (König von Dänemark, Norwegen und Schweden) und dem Herzog von Pommern.

Einige Konstruktionsideen von Leonardo finden sich in den Schriften, die Prof. Langer vorliegen, wieder: z.B. die militärische Schnellbaubrücke und die Wasser-Rohrturbine.

Termine

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Welios Science Center // Wels / Österreich
4.5.2017 bis 4.11.2017


FH Bielefeld // GENIALE / Ausstellung
14.8.2017 bis 1.9.2017


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