Das Projekt des Fachbereichs Ingenieur- wissenschaften und Mathematik an der Fachhochschule Bielefeld
D
Fahrzeuge
  • FA1 Messwagen

    Der Nachbau des Kurbelwagens hat etwa den Maßstab 1 : 2. Die Spitzen auf der Lauffläche des sichtbaren Rades und die Übersetzung des Laternen-/Zapfenrad-Getriebes lassen den eindeutigen Schluss zu, dass es sich nicht um einen Fahrzeugantrieb handelt, sondern um einen Wagen für die Landvermessung. Dabei ist die Umdrehungszahl des prismatischen Zapfens ein Maß für die zurückgelegte Strecke. Vorderteil und Lenkung sind sinngemäß ergänzt worden.

  • FA2 Messwagen zweirädrig

    Dass Leonardo gleich – mindestens – drei Messfahrzeuge gezeichnet hat, weist auf deren Bedeutung im Zusammenhang mit der Erstellung von Stadtplänen und Landkarten hin. Gerade für militärische Einsätze erweisen sich Leonardos Karten von unschätzbarem Wert. Wegen der hohen Übersetzung des Schneckengetriebes könnte dieser Messwagen für die Erfassung großer Entfernungen gedacht gewesen sein.

  • FA3 Messwagen einrädrig

    Möglicherweise fand dieses kleine, schubkarrenähnliche Messfahrzeug seinen Einsatz bei der Stadtplanerstellung. Wie auch bei FA2 werden die durch das Zählloch gefallenen Steine gezählt. In einem Versuch wird vorher die Strecke ermittelt, die pro Stein zurückgelegt wird.

  • FA4 Schaufelradboot

    Da nur Wind-, Wasser- und Mensch-Energie zur Verfügung standen, stellt dieses Boot das frühe Verlassen des Ruderantriebes dar und gilt als das Bindeglied zum Raddampfer. Leonardo experimentiert mit Dampf (Beispiel die Dampfkanone) und hat alle Komponenten einer Dampfmaschine konstruiert, so dass die Erfindung der Dampfmaschine praktisch in der Luft lag.

  • FA5 Tretboot

    Heute findet man im Wasser-Fun-Bereich häufig solche oder ähnliche fußangetriebene Boote mit modernen Schraubenantrieben (die Schiffsschraube war zu Leonardos Zeit noch nicht erfunden) oder wie hier mit Schaufelradantrieb. Leonardo verwendet als zentrale mechanische Einheit wieder ein Ratschengetriebe (siehe Modell MA7), mit dessen Hilfe die wechselseitige Auf- und Ab-Bewegung der Pedale in die Drehbewegung der Schaufelradwelle umgesetzt wird. Es fällt kaum auf, dass es sich nicht um eine ganz gleichförmige Drehbewegung handelt.