Das Projekt des Fachbereichs Ingenieur- wissenschaften und Mathematik an der Fachhochschule Bielefeld
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Flugwesen
  • FW1 Fallschirm

    »Wenn Du einen Tuchsack 11 Ellen lang, 11 Ellen breit und 11 Ellen hoch hast, kannst Du aus jeder Höhe springen, ohne Dich zu verletzen.« (11 Ellen entsprechen etwa 7 m.) Ein britischer Fallschirmspringer tritt den Beweis mit einem Nachbau nach dieser Skizze an: Er wird am Schirm hängend mit einem Heißluftballon auf 3000 m Höhe geschleppt. Dann lässt er sich mit dem Schirm bis 200 m fallen, bevor er den eigenen Rettungsschirm aktiviert – das Holzgestell hätte bei der Landung Probleme machen können. Entgegen allen Zweifeln hat Leonardo Recht – der Fallschirm funktioniert.

  • FW2 Flügel

    Fast sein halbes Leben lang verfolgt Leonardo leidenschaftlich seine Passion: »Fliegen lernen von den Vögeln.« Unter dieser Idee entstehen zahlreiche Flügelentwürfe basierend auf herrlichen Vogelflugstudien. Der stilisiert dargestellte Flügel, der sich an Leonardos Skizze anlehnt, ist als Symbol für Leonardos Sehnsucht erkoren.

  • FW3 Gleiter

    Die Beschäftigung Leonardos mit Fluggeräten lässt sich in zwei Perioden unterteilen: Bei den ersten seiner Fluggeräte werden Flügel durch die Kraft des Menschen in Bewegung gesetzt. Er erkennt, dass die Kräfte des Menschen nicht ausreichen, um die Flugapparate abheben zu lassen. Daraufhin beginnt er, die Kraft des strömenden Windes zu nutzen. Zu den dabei entstehenden Fluggeräten gehört auch dieser Drachenflieger, dessen Flugbahn mit Hilfe eines Ruders gesteuert werden kann. Vollkommen starre Flügel, wie sie heute im Einsatz sind, hat Leonardo nicht konstruiert.

  • FW4 Luftschraube

    Leonardo entwirft die Luftschraube zwischen 1480 und 1490. Sie soll von vier Männern über einen drehbaren Mechanismus angetrieben werden, der die mit Stoff bespannte Schraube in Drehung versetzt. Leonardo nimmt an, dass sich bei ausreichender Drehgeschwindigkeit die Konstruktion in die Luft ›schrauben‹ würde. Es ist jedoch nicht möglich durch menschliche Muskelkraft eine solche Geschwindigkeit zu erreichen: Diese Luftschraube hätte leider nie fliegen können. Deshalb besticht auch hier wieder nur die Idee, die der Zeit Leonardos um Jahrhunderte voraus ist. Heute gilt sie als Vorgänger des modernen Hubschraubers.

  • FW5 Gelenkflügel

    Zahlreiche Studien von fliegenden Vögeln bilden die Grundlagedieser Zeichnung. Die Konstruktion soll die Flugbewegung eines Vogels nachbilden. Der Pilot ist mit Oberkörper und Kopf fest eingespannt und kann so zwei Bewegungen einleiten: mit den Beinpedalen die Auf- und Ab-Bewegung der Innenflügel und – geschickt koordiniert – mit den Armen seitlich drückend die der Außenflügel.